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Ficken statt Kicken

Sylvia und Claudia stehen vor dem Eingangstor des Berliner Olympiastadions und tragen beide ein T-Shirt mit der Aufschrift "F*cken statt Kicken". Da der Hauptstadtverein derzeit völlig außer Form ist, sodass drinnen ohnehin nur ein müder Kick zu erwarten wäre, fällt es den beiden Damen sicher besonders leicht diverse Fußballfans in den nahegelegenden Melkbus zu locken.

Ist es euch noch in Erinnerung, dass zur letztjährigen Fußballweltermeister der Senat so genannte Verrichtungsboxen vor den Stadion aufbaute (das waren Baustellencontainer ohne Fenster, im Inneren stand ein Bett und darin brandte eine rote Lampe). Man erwartete ja damals einen rasanten Anstieg der Prostitutionskontakte, da so viele Gäste nach Berlin kamen. Allerdings hatte man sich verrechnet, da die meisten Fans mit ihren Freundinnen oder Ehefrauen anreisten und die Nachfrage bei weitem die Erwartungen unterschritt. Was ich damit sagen will, das Ganze hat eine gewisse Wahrscheinlichkeit auf Erfolg.

Vor dem Melkbus sammelt sich bereits eine Schlange. Schlag auf Schlag werden die Herren schnell zum Finale genudelt. Immer nach elf Besamungen (eine Fußballmannschaftsstärke) wechseln sich Sylvia und Claudia ab. Die, die gerade den Elferpack entsaftet hat, tritt vor die Bustür, präsentiert stolz die an ihr abgeschlagenen dickflüssigen Liebesbeweise, und richtet sich schnell wieder her, um für die nächste Mannschaftsladung gerüstet zu sein.

Und wer redet da noch von Fußball?

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