
Schon lange wollte ich mal die stadtbekannte Berliner Sexarbeiterin Bille in ihren Geschäftsräumen am Prenzlauer Berg besuchen. In Strapse und mit einem breiten Grinsen öffnet sie einem die Wohnungstür. Eigentlich habe ich den Eindruck, ich wäre bei einer Ex-Freundin eingeladen, die mich bestellt hat, weil sie Sex haben will und gerade niemand anderes passendes da war außer ich. Jedenfalls werde ich zunächst in die Küche delegiert. Bille bietet mir einen Kaffee an und wir plaudern locker über Gott und die Welt. Sie hat einen Kalender mit Nacktfotos von sich machen lassen, den ich als eine Art Vorspeise zum Anschauen gereicht bekomme. Ich fühle mich pudelwohl und das Versprechen in der Annonce, mit ihr Girlfriendsex vom Feinsten geboten zu bekommen, scheint mir nicht eine Nuance unrichtig formuliert zu sein. Beim ersten Zungenkuss mit Fummeln in der Küche bemerkt sie keck im Berliner Dialekt: „jewaschen biste und jut riechen tuste du och, aber deinen Schwanz musste jetzt trotzdem erst noch waschen bevor et losgehen kann.“. Ich gehe also in ihr Badezimmer, befreie mich von meinen Klamotten und wasche mir das schon blutgefüllte Teil zwischen meinen Beinen.
Bille verabreicht mir den besten Deep-Throat meines Lebens. Es sieht aus wie im Pornofilm, bemerke ich voller Bewunderung. „Ja, dat sajen sie alle. Und wie fühlt et sich an?“ – „Gut, wirklich gut!“ – „Mensch, geil heißt dette.“
Sie dreht mir ihren Hintern zu und ich darf ausgiebig lecken. So wie einem die Muschi einer Frau schmeckt, so sehr schmeckt einem der ganze Mensch. Wenn man sich gut versteht, dann kann man sich eben nicht nur gut riechen. Jedenfalls werde ich kurz darauf aufgefordert, wir sind jetzt in der Missionarsstellung, mal einen Finger reinzustecken. Dann noch einen Finger. Und dann ist es doch immer wieder ein gutes Gefühl, wenn man eine positive Rückkopplung erhält für das, was man da gerade tut. Jedenfalls wird mir nach einer Weile ein Lob ins Ohr gehaucht. Ihre Zungenküsse erreichen jedenfalls mein Rückenmark, an dem entlang die Geilheit langsam nach weiter unten wandert. Ich fühle mich wirklich wie bei einer alten Freundin. Zum Poppen versteht sie es derart elegant mit den Lippen das Kondom überziehen, dass ich gar nichts davon mitbekomme. Und dann ist Sportf*cken angesagt, also derart agil habe ich noch keinen Profi dabei erlebt. Also hier scheint mir doch wirklich jemand Spaß bei der Arbeit zu haben.
Wie gewünscht darf ich Bille zum Abschluss eine Gesichtsbesamung applizieren, wobei sie keine Probleme damit hat alles runterzuschlucken. Danach liegen wir noch eng aneinandergekeilt beieinander, streicheln und plaudern miteinander. Es wird viel gelacht und mit einem langen Zungenkuss scheint die Sache schon beendet – ehe sie mich zur zweiten Runde auffordert. Das Poppen ist jetzt geübter, eingespielter, fast zärtlich und dennoch komme ich auch beim zweiten Mal erstaunlich schnell. Für diese eine Stunde, die am Ende nicht ganz ausgereizt wurde, habe ich hundert Euro bezahlt und habe mein Geld tatsächlich schon für Sinnloseres ausgegeben. Kaum wieder im Badezimmer frischgemacht und angezogen klingelt schon der nächste Kunde. Wir verabschieden uns merkwürdig förmlich, da sie meinem Nachfolger gerade noch mal einen Block zum Laufen geschickt hat. „Weeste, meine Liebhaber, die sollten sich nicht unbedingt auf dem Flur treffen“.